Schneller und kosteneffizienter fertigen
Die MPA-Technologie ist ein etabliertes Verfahren zur wirtschaftlichen Herstellung von Bauteilen aus Metallpulver in allen Dimensionen.
Im Anschluss finden Sie einige interessante Anwendungen und wie diese mit dem MPA-Verfahren realisiert werden.
Vielleicht auch bald Ihre Anwendung?
Generativer Aufbau auf Halbzeugen
Diese drei Werkzeugeinsätze enthalten jeweils einen der Oberfläche folgenden Kühlkanal. Bei der Herstellung wurden Rohlinge verwendet, denen die entsprechenden Kanäle eingefräst wurden. Gegenüber einer komplett generativen Fertigung der Werkzeugeinsatzes ist die Verwendung des Halbzeugs wesentlich kosteneffizienter. Der Anteil der additiven Fertigung beschränkt sich dann auf das Verfüllen der Kanäle mit einem wasserlöslichen Füllmaterial und den anschließenden Auftrag der jeweiligen Deckschicht aus Stahl (im Bild blau markiert).
Für die Aufbringung der Deckschichten wurden die Möglichkeiten der 5-Achs-Simultanbearbeitung der Maschine genutzt, um einen gleichmäßigen Auftrag auf der gekrümmten Bauteiloberfläche zu erzielen. Bei den beiden rechten Bauteilen im Bild erfolgte der Schichtaufbau radial bei rotierendem Bauteil.
Integrierte Kupferkerne zur Wärmeleitung
Das MPA Verfahren erlaubt die Kombination verschiedener Materialien in einem Bauteil. Von besonderem Interesse sind dabei Kupferelemente, die als Wärmeleiter in Stahlbauteile integriert werden. Bei den hier gezeigten Bauteilen ist jeweils an den Stellen Kupfer eingebracht, wo eine Kühlung über einen Kanal aus geometrischen Gründen schwierig ist. Meist erfolgt dann der Wärmetransport über die Kupferelemente hin zum etwas entfernter verlaufenden Kühlkanal.
Im MPA Bearbeitungszentrum wird zur Fertigung derartiger Bauteile nach dem Verfüllens des jeweiligen Kühlkanals mit wasserlöslichem Material in einem weiteren Arbeitsschritt Reinkupfer auf die vorgefrästen Kupfergeometrien aufgetragen. Zwischen dem Kupfer und dem Stahlsubstrat entsteht dabei ein direkter thermischer Kontakt.
Integrierte Heizelemente
Ein zur konturnahem Kühlung konträres Anwendungsbeispiel stellen Bauteile mit integrierten Heizelementen dar. Bei der Fertigung werden dazu in einen Rohling Kanäle gefräst, in die isolierte Heizleiter eingepresst werden. Anschließend werden Sie per Auftrag von Stahlpulver von oben eingespritzt.
Die direkte Anbindung an das aufgetragene Material bietet eine hervorragende Wärmeleitung, die weit über die des Presskontakts hinausgeht. Werden zusätzlich auch Thermosensoren eingespritzt, kann die Heizleistung sogar lokal geregelt werden.
HERMLE Maschinenbau GmbH
Die HERMLE Maschinenbau GmbH am Standort Ottobrunn bei München ist ein Tochterunternehmen der Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG.
Der Unternehmensschwerpunkt hat sich mit den Jahren zum Dienstleister für Kunden und die Weiterentwicklung des HERMLE MPA Verfahrens mit neuen Materialien/Materialkombinationen entwickelt.
Wir bieten zudem umfangreiche Fertigungskapazitäten an, mit denen wir die Herstellung von kleinen bis großen Bauteilen im patentierten MPA-Verfahren für unsere Kunden realisieren.